Der Marathonlauf

Marathon ist eine Küstenstadt in Griechenland - etwas mehr als 40 Kilometer von der Hauptstadt Athen entfernt. Im Jahre 490 v. Chr. kam hier der persische König Darius mit Schiffen an und  wollte Athen besiegen, das sich ihm nicht unterwarf. Doch die Athener  zogen dem persischen Heer entgegen und besiegten es in der Ebene von Marathon. Darauf wurde ein Läufer nach Athen geschickt, um die Siegesbotschaft zu überbringen. Er rannte die  Strecke von Marathon nach Athen. Dort angekommen rief er "Wir haben gesiegt" - und brach tot zusammen.

Bei den olympischen Spielen 1896 wurde diese Leistung als Langlauf-Wettbewerb aufgenommen und "Marathonlauf" genannt. Damals war die Strecke wohl noch nicht so lang wie heute. Erst seit 1908 entspricht sie genau der Entfernung zwischen Athen und Marathon - 42,195 Kilometer.

Seit den 1970er-Jahren (mit Aktionen wie "Trimm Dich" und "Laufen ohne zu Schnaufen") und dann im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends hat sich der Laufsport und parallel der Marathonlauf als Breitensport etabliert.

1979 wurde die Zahl der deutschen Marathonläufer auf 10.000 geschätzt, es fanden rund 50 Marathonläufe in Deutschland statt. 2005 wurde der harte Kern der Marathonläufer vom Deutschen Leichtathletikverband auf rund 100.000 Aktive geschätzt und 153 Marathonveranstaltungen in Deutschland angeboten.

Die besten Marathonläufer legen die gewaltige Strecke in etwas über zwei Stunden zurück. Es gibt sogar Sportler, die rückwärts laufen. Die brauchen allerdings etwas länger.